Konfirmation

Die Konfirmation hat in der Schweiz eine lange und bewährte Tradition. Sie ist ein feierlicher Gemeindegottesdienst zum Abschluss des kirchlichen Unterrichts der Jugendlichen. Mit der Konfirmation wird ein junger Mensch religiös mündig.

«Confirmare» bedeutet befestigen, bekräftigen – nämlich das, was in der Taufe begonnen hat. Jetzt sagt der Jugendliche in eigener Verantwortung «Ja» zum christlichen Glauben und wird gleichzeitig als volles Mitglied der Evangelisch reformierten Kirche anerkannt.
Konfirmation_junge Frau (Foto: flickr.zhrefch)
Konfirmation_Skater (Foto: flickr.zhrefch)
Konfirmation_Smiley (Foto: flickr.zhrefch)

Was sind die Voraussetzungen für die Konfirmation?

Der Konfirmation geht ein einjähriger Konfirmationsunterricht, ein Konfirmandenweekend sowie ein Konfirmandenlager voraus.

Voraussetzung zur Konfirmation ist einerseits die Bereitschaft, sich während des Konfirmandenunterrichts mit Fragen des Lebens und Glaubens auseinanderzusetzen. Und andererseits gehört gemäss Art.78 der Kirchenordnung auch der Besuch des Religionsunterrichts in der Primarschule, sowie des kirchlichen Unterrichts in der Oberstufe dazu.

Was beinhaltet der Konfirmationsunterricht?

Während früher das Wissen und der Katechismus im Vordergrund stand, werden Jugendliche heute vermehrt begleitet. In ihrer Altersgruppe setzen sie sich mit Fragen und Herausforderungen des christlichen Glaubens auseinander und entwickeln ihre eigenen Glaubensvorstellungen. Die Jugendlichen sind somit Akteure und Akteurinnen ihrer eigenen Bildung und können in der Konfirmandengruppe, quasi als «Jugendgemeinde auf Zeit», christliches Leben in der Kirchgemeinde lernen, erleben, feiern und gestalten.

Religiöse Erziehung findet in der Familie und in der Kirche statt. Das Ziel ist eine persönliche Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens, christlichen Werten und der eigenen Religiosität, wobei ein eigenes Glaubensverständnis entwickelt wird.

Angeboten wird eine erfahrungs- und erlebnisorientierte Konfirmandenarbeit, die den Jugendlichen die wesentlichen Inhalte des christlichen Glaubens vermittelt und vielfältiges Gemeinschaftserleben auf Zeit ermöglicht. Die Organisationsformen variieren: Wöchentliche Lektionen und/oder punktueller Wahlfach-, Block- oder Werkstatt- unterricht, Lager, Wochenenden, Exkursionen, sozialdiakonische Einsätze und Besuche von Gottesdiensten.

Bedeutung der Konfirmation

Der geschichtliche Hintergrund der Konfirmation beginnt bereits mit der Reformation im 16. Jahrhundert.
Heute werden der Konfirmation in der Schweiz vier Bedeutungen zugeschrieben:

Bekräftigung der Taufe
Mit der Konfirmation bestätigen die Jugendlichen nun persönlich die von den Eltern und Paten stellvertretend vorgenommene Taufe der Kindstage.

Segen für den Lebensweg
Die Konfirmation ist im Unterschied zur Firmung kein Sakrament, sondern ein Segnungs-gottesdienst, bei welchem die Konfirmandinnen und Konfirmanden von der Pfarrperson gesegnet sind und eine Urkunde mit einem Bibelwort für ihren weiteren Lebensweg erhalten.

Kirchenrechtlich
Die Jugendlichen bekunden mit der Konfirmation öffentlich, dass sie als mündiges Mitglied zur kirchlichen Gemeinschaft dazugehören und werden vollwertige Kirchenmitglieder.

Übergang
Die Konfirmation ist ein Übergangsritual, denn für einen Grossteil der Jugendlichen fällt der Abschluss der obligatorischen Schulzeit mit der Konfirmation zusammen und zeigt den Übertritt in die Welt der Erwachsenen an.

Häufige Fragen rund um die Konfirmation

Anbei finden Sie eine Auflistung der häufigsten Fragen rund um die Konfirmation: FAQ_Konf

-->Regiehinweis: FAQ entweder als link (wie oben), oder als Text (wie unten)

FAQ Frequently Asked Questions - Fragen rund um die Konfirmation

1) Ist der Besuch des nicht obligatorischen Religionsunterrichts in der Oberstufe/im Gymnasium eine Voraussetzung für die Konfirmation?
Ja, gemäss Art.18 der rpg-Verordnung bildet der Besuch des schulischen Religionsunterrichts eine Voraussetzung für die Zulassung zum Konfirmationsunterricht.

2a) Kann man konfirmiert werden, wenn man nicht alle verbindlichen Angebote der besucht hat?
2b)Kann man konfirmiert werden, wenn nicht alle Module des Konfuntis besucht wurden?

Im Gespräch zwischen der Pfarrperson und den Jugendlichen (sowie den Eltern) lassen sich meist Kompensationsmöglichkeiten finden, die den Gaben und Möglichkeiten der Jugendlichen entgegenkommen. Am besten erkundigen Sie sich dafür direkt bei Pfr. A. Cabalzar unter 044 910 45 60 oder via .

3) Kann man konfirmiert werden, auch wenn man nicht religiös ist?
Die Herkunft eines oder einer Jugendlichen aus einem religiös bzw. nicht religiös geprägten Elternhaus wirkt sich gemäss Studien sehr auf die Einstellungen in den Bereichen christlicher Glaube, christliche Tradition und Religiosität aus. In der Konfirmandenzeit wird nicht ein neuer Weg begonnen, sondern an einem bereits bestehenden Weg angeknüpft. Das Ziel der Konfirmationsarbeit ist eine persönliche Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens, christlichen Werten und der eigenen Religiosität, wobei die Jugendlichen ein eigenes Glaubensverständnis entwickeln.

4) Ein Jugendlicher möchte gerne konfirmiert werden, ist aber nicht Mitglied der Landeskirche bzw. ist bereits Mitglied einer Freikirche. Geht das?
Hierüber hat die einzelne Kirchgemeinde zu entscheiden. Dabei ist auch zu überlegen, inwiefern Kompensationen angeboten werden können für nicht besuchte Pflichtmodule. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Pfr. A. Cabalzar unter 044 910 45 60 oder via .

5) Wie lange dauert der Konfirmationsunterricht bzw. wie viele Stunden bzw. Lektionen zu 45 Minuten muss der Konfirmationsunterricht mindestens umfassen?
Das rpg sieht für die Konfirmationszeit «mindestens 72 Stunden oder 96 Lektionen zu 45 Minuten» (rpg-Verordnung, § 16) vor, die jede Konfirmandin und jeder Konfirmand zu besuchen hat. Innerhalb der landeskirchlichen Vorgaben sind Kirchgemeinden und Verantwortlichen frei, die Angebote für Konfirmandinnen und Konfirmanden inhaltlich, methodisch, personell und organisatorisch zu gestalten.

6) Muss man getauft sein, um konfirmiert zu werden?
Die Konfirmation gilt traditionell als Bestätigung der als Kinder getauften Jugendlichen. Bei der Taufe haben die Eltern und Paten stellvertretend für ihr Kind in einem öffentlichen Gottesdienst den Glauben bekannt. Mit der Konfirmation bestätigen die Jugendlichen ihren Glauben dann persönlich. Gemäss Art. 78 Abschnitt 2 ist die Taufe die Regel, sie ist jedoch nicht zwingend für die Konfirmation.

7) Ist die Konfirmation nötig für eine Patenschaft oder um in der Kirchgemeinde abstimmen zu können?
Unabhängig von der Konfirmation können Mitglieder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr das Stimm- und Wahlrecht in ihrer Kirchgemeinde ausüben. Ab der Konfirmation oder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr ist auch die Übernahme einer Patenschaft möglich.

8) Muss ich konfirmiert sein, um zum Abendmahl zugelassen zu werden?
Früher erfolgte die Konfirmation meist am Palmsonntag und fünf Tage später am Karfreitag wurde dann das erste Abendmahl eingenommen. Heute werden Kinder und Jugendliche auch vor der Konfirmation zum Abendmahl zugelassen.

Weitere Fragen?

Bei weiteren Fragen zur Konfirmation oder zum Unterricht wenden Sie sich ans Pfarramt: 044 910 45 60 oder senden eine E-Mail an .


Weiterführende Informationen zur Konfirmation finden Sie zudem auf der Webseite der Landeskirche des Kantons Zürich.» Weitere Informationen zur Konfirmation bei der Landeskirche